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19.04.2010

SPD fordert mehr Förderung des Offenen Ganztags durch das Land

„In Köln fehlen nach einer Bedarfsabfrage des Schuldezernats für das kommende Schuljahr mehr als 2.000 Ganztagsplätze an Grundschulen.

Wo bleibt das finanzielle Engagement des Landes?“, fragt der Kölner Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion Martin Börschel.

Börschel rechnet vor: “Wir als Kommune haben dafür gesorgt, dass die Plätze im Offenen Ganztag seit 2004 verzehnfacht wurden, auf jetzt 18.800 Plätze. In Köln betreiben wir den notwendigen Ausbau seit Jahren mit erheblichen finanziellen Mitteln und Engagement. Während wir 2008 für Ausbau und auch die Qualität der OGTS nochmals 2 Mio. € jährlich zur Verfügung stellten, übt sich das Land allerdings in Bescheidenheit. Seit 2005 wurde von der Regierung Rüttgers kein zusätzlicher Euro für den Offenen Ganztag bereitgestellt. Wir verdoppeln derzeit die Landesunterstützung mit kommunalen Mitteln. Ein Drittel davon ist eine freiwillige kommunale Leistung, die jährlich mit über 15 Mio. € Buche schlägt. Das ist angesichts der prekären Kassenlage der Stadt ein dicker Batzen. Wir erwarten jetzt aber auch vom Land zusätzliche Fördermittel zum weiteren Ausbau des Offenen Ganztags. Das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.“

SPD-Landtagsabgeordnete Ingrid Hack fordert von der Landesregierung ein klares Bekenntnis zum Ganztag: „Sonntagsreden der Schulministerin helfen den Städten und Gemeinden nicht weiter. Sozialdemokraten treten für gerechte Bildungschancen ein. Die Nachfrage nach Ganztagsplätzen ist landesweit groß. Wir wollen das Recht auf Ganztag, um für Kinder ein umfassendes Bildungsangebot zu schaffen und um Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit zu ermöglichen. Mütter und Väter müssen sich auf ein ausreichendes Angebot und gute Qualität in der OGTS verlassen können. Das Konzept des Ganztags ist eine Erfolgsstory, die zu Ende geschrieben werden muss, was heißt: Wenn die Nachfrage vorhanden ist, muss das Platzangebot auch weiterhin steigen.“, betont Ingrid Hack.